Jahreshauptversammlung NABU Donsbach

Der NABU Donsbach hatte zu seiner jährlichen Jahreshauptversammlung in die Naturstation „Talblick“ eingeladen. Vorsitzender Frank Markus Dietermann ging in seinem Rechenschaftsbericht mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation auf die weltweiten Katastrophen in der Vergangenheit und der Gegenwart ein. Hier müsse zwischen Umwelt- und Naturkatastrophen unterschieden werden. 

Umweltkatastrophen seien immer von Menschenhand verursacht. Dietermann führte als Beispiele Tschernobyl, Fukushima, Ölpest und Chemieunfälle auf. Bei den Naturkatastrophen spiele zwar die Natur selbst die größte Rolle, diese könnten allerdings durch Menschen mit verursacht oder verschlimmert werden. Bei Erdbeben und Tsunamis könne der Mensch nichts dafür. Jedoch die Steigung des Meeresspiegels sei durchaus vom Menschen beeinflusst. Der Klimawandel sei nicht nur, wie das Wort suggeriere, nicht schlimmes, sondern einfach eine Klimakatastrophe. Von ewig Gestrigen, wie der AfD, werde die von Menschen verursachte Katastrophe verleugnet. Weiter, so Dietermann, fahre man mit der derzeitigen Agrarwirtschaft an die Wand. Von daher sei die Kampagne „Neue Agrarpolitik“ des NABU ein Schritt zu mehr Naturschutz in der Landwirtschaft. Mit das größte Problem sei der Plastikmüll. Die Meere seien voll davon. Hier müsse sofort ein Umdenken erfolgen. Machbar sei das.  Auf die lokale Arbeit bezogen, habe es, so Dietermann, wieder Arbeitseinsätze gegeben.

 In den Naturschutzgebieten und auf den Trockenrasenflächen wurden die Wacholder vom Schwarzdorn befreit. Dies in erster Linie dort, wo der Forst mit den Fuhrwerken nicht hinkommt. Für größere Arbeiten wie zum Beispiel Mulchen helfe das Mitglied und Landwirt Marc Lorenz mit seinem Traktor. Auch in Sechshelden seien auf der Hardt Arbeitseinsätze erfolgt. Weiter kümmere man sich seit fast 35 Jahre um die Krötenwanderung auf der Kreisstraße unterhalb des Dorfes Richtung Burg. Positiv sei, dass die Fläche „Elbertsgrube“ über die Landschaftspflegevereinigung freigeschnitten werde. Jetzt müsse nicht, so Dietermann, jeder Strauch und jedes Gebüsch dem Erdboden gleich gemacht werden. Hecken und Sträucher böten Schutz für viele Singvögel und Insekten. Hier könne auch viel falsch gemacht werden. Oberhalb der ehemaligen Gärtnerei Isbach wurde auf dem Simonsboden Sträucher, darunter auch der Weißdorn dem Erdboden gleich gemacht. Gerade auf diesem Gebiet war es unnötig Sträucher zu entfernen. Im Umkreis von diesem wichtigen Gebiet war und ist genug freie Fläche vorhanden. Der NABU habe dies auch bei der Stadt Dillenburg kritisiert. Leider gehe die Zahl der Singvögel rapide zurück. Feldlerche, Baum- und Wiesenpieper fänden kein Nahrungsangebot mehr. Die Goldammer, früher auf fast jedem Baum zu sehen, habe sehr stark abgenommen. Auf für die Vögel falle die Nahrung in Bezug auf die Dezimierung der Insekten weg. Dietermann führte sodann aus, dass man im letzten Jahr wieder viele Veranstaltungen angeboten habe. So habe man die Winterwanderung, einen Filmabend, eine Naturkundliche Wanderung, eine Schmetterlingswanderung und den Fledermausabend durchgeführt. Zusammen mit der evangelischen und der methodistischen Kirchengemeinde habe man das Apfelfest und das Erntedankfest zusammen gefeiert. In diesem Jahr, so der Vorsitzende, finde am 12. April eine Veranstaltung in der Hütte, am 26. Mai ein Kräuterwanderung, am 10. Juni die Vogelstimmenwanderung, am 27. Juli die Schmetterlingswanderung, 17. August eine Tagesfahrt und am 6. Oktober das Apfelfest statt. 

Auch fanden wieder Vorstandswahlen statt. Vorsitzender bleibt weiterhin Frank Markus Dietermann. Sein Stellvertreter ist wiederum Günter Krautwald und Daniel Dietermann wurde als Kassenwart bestätigt. Neu im Vorstand ist Monika Kunz, welche die Schriftführung übernimmt. Als Beisitzer wurden Renate Pausch-Herr, Kurt Dietermann, Karl-Heinz Lenz, Wolfgang Schönau, Axel Hörnig und Albrecht Thielmann wiedergewählt. Weiter wurden die bisherige Schriftführerin Lisa Schmitt und neu Sina Dietermann als Beisitzer gewählt.

Zum Schluss der Versammlung gab es noch eine Überraschung: Der ehemalige langjährige Vorsitzende Kurt Dietermann wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Krötenzaun unterhalb von Donsbach

Seit fast 35 Jahre betreut der NABU Donsbach die Krötenwanderung unterhalb des Dorfes Richtung Burg. So wurde zunächst ein Zaun errichtet. Vor dem Zaun wurden in Abständen Eimer im Erdboden gesetzt, in den die Kröten und Molche hineinfielen. Während der Krötenwanderung waren dann die Naturschützer jedem Morgen im Einsatz und trugen die Unken über die Straße zu den beiden großen Fischweihern. Dies war wegen des Autoverkehrs nicht ungefährlich. Hessenmobil hat daher vor einigen Jahren einen Krötentunnel unter die Kreisstraße gebaut. Dieser wird von den Amphibien gut angenommen. Problematisch war es jedoch weiterhin, wenn die Kröten nach dem Laichen wieder in den angestammten Wald wollten. Auf dem Rückweg über die Kreisstraße wurden wiederum viele Tiere getötet. Dies ist kein schöner Anblick. An einem Morgen im letzten Jahr wurde 600 tote Kröten gezählt. 

Daher wurde der NABU unter anderem beim Forstamt Herborn vorstellig. Zum einen gab es immer noch einen Forstweg, der während der Krötenwanderung mit einem Brett zugestellt werden musste, und zum anderen wäre es sehr wünschenswert, wenn auf der Weiherseite auch ein Krötenzaun hergerichtet werden könnte. 

Dieser Vorschlag wurde nunmehr vom Forstamt Hessen umgesetzt. Auf dem Forstweg wurde ein Graben ausgehoben, über dem ein Stahlgitter befestigt wurde.  Und entlang der Weiher wurde ein langer Krötenzaun hergerichtet. In der Mitte mündet der Zaun wie oberhalb der Straße in den Krötentunnel. Der NABU Donsbach zeigt sich sehr erfreut über die Maßnahmen und wird weiterhin den oberhalb der Straße liegenden Zaun pflegen und von Gebüsch freischneiden. Kurz vor der diesjährigen Krötenwanderung waren Mitglieder des NABU Donsbach wieder im Einsatz.

Exkursion nach Rüdesheim

Der Kreisverband des NABU Lahn-Dill hatte zu einer Exkursion nach Rüdesheim-Assmannshausen eingeladen und achtzig Personen waren dieser Einladung gefolgt. Am 26. Mai fuhren zwei Busse schon  morgens früh um sieben Uhr ab Herborn nach Wetzlar und von dort aus weiter nach Rüdesheim zum Niederwalddenkmal. Bei sonnigem Wetter und hohen Temperaturen brach die Reisegruppe von hier aus zu einer ca. zweistündigen Wanderung durch die Weinberge Richtung Assmannshausen auf.

 

Während der Wanderung unter der fachkundigen Leitung des Kreisvorsitzenden Walter Veit boten sich herrliche Ausblicke ins Rheintal. Veit erläuterte im Verlaufe der Exkursion die faunistischen und floristischen Besonderheiten am Wegesrand und wies auf die Bedeutung des NABU-Schutzgebietes „Rheinhänge bei Assmannshausen“ hin. Das gute Wetter und die gute Sicht begünstigen eine Reihe von wunderbaren Naturbeobachtungen, die man im heimischen Raum nur selten oder überhaupt nicht erleben kann. 

 

Auf dem Weg zwischen dem Niederwalddenkmal und Assmannshausen konnten sechs singende Zaunammern und drei singende Zippammern beobachtet werden. Dazu mindestens fünfzehn Mittelmeermöwen und ein Trupp von neun Schwarzmilanen. Außerdem beobachteten die Teilnehmer in einer Ruine einen jungen Wanderfalken beim Training seiner Flugmuskulatur. Weiter zeigten sich unter anderem zwei Brutpaare Graugänse mit Jungen, Lachmöwen, ein Rotmilan, Nachtigallen, Trauerschnäpper und Grauschnäpper. Durch das warme Wetter begünstigt sahen die Naturfreunde auch viele Mauereidechsen sowie einige interessante Libellenarten wie Feuerlibelle, Großes Granatauge und den Großen Blaupfeil. Etliche Arten waren darunter, die im mediterranen Faunenbereich vorkommen.

 

Müde und durstig in Assmannshausen angekommen, warteten dort auf die Wanderer das Mittagessen und einige erfrischende Getränke. Nachdem sich alle ausreichend stärken konnten, ging es per Bus zurück nach Rüdesheim, wo die Teilnehmer noch zwei Stunden Zeit hatten, auf eigene Faust das Zentrum von Rüdesheim zu erkunden. Danach fuhren die Busse wieder Richtung Heimat über Wetzlar nach Herborn. 

 

Schwalbenfreundliches Haus in Manderbach

Karl-Heinz Lenz, Joachim Betz und Frank Markus Dietermann
Karl-Heinz Lenz, Joachim Betz und Frank Markus Dietermann

Der NABU Kreisverband zeichnet mit einer Plakette und einer Urkunde Mitbürger aus, die Schwalbennester in ihren Häusern oder in ihren Ställen beherbergen oder neu anbringen. Die NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Gefährdung der faszinierenden Sommerboten zu stärken. Eine besonders große  Anzahl von über 20 Schwalbennestern befindet sich im Pferdestall von Joachim Betz in Manderbach.

Frank Markus Dietermann, Vorsitzender des NABU Donsbach und Vorstandsmitglied des NABU Kreisverbandes, konnte zusammen mit dem langjährigen Vorsitzenden des ehemaligen NABU Sechshelden, Karl-Heinz Lenz, die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ überreichen. Joachim Betz berichtete, dass im vergangenen Jahr noch mehr Rauchschwalben in seinem Stall zugegen waren. Man habe einmal 120 Vögel zählen können. Leider, so Lenz, würden neben vielen Vogelarten auch die Schwalben Jahr für Jahr weniger. Von daher freue man sich, dass den schönen Rauchschwalben im Stall von Joachim Betz die Möglichkeit zum Nisten gegeben würde.

Dies sollte, so Dietermann, auch Vorbild für Wohnhäuser sein. Leider komme es immer noch vor, dass Hausbesitzer es verhinderten, dass die Vögel, hier die Mehlschwalbe, am Mauerwerk nisten könnten. Dabei seien die Schwalben und ihre Nester streng geschützt. Daher gab es von den NABU-Vertretern nochmal einen Dank an Joachim Betz, damit sein Stall auch in Zukunft für die schönen Luftakrobaten eine Heimat bleibt. 

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Jahreshauptversammlung 2018

Zu seiner Jahreshauptversammlung hatte der NABU-Kreisverband Lahn-Dill am 17. März nach Ehringshausen ins Gasthaus Engel eingeladen. Auch Bürgermeister Mock war der Einladung des NABU gefolgt. In seinen Begrüßungsworten an die Versammlung brachte er seine Verbundenheit mit dem Naturschutz zum Ausdruck.

 

Der Kreisvorsitzende Walter Veit berichtete in seinem Rechenschaftsbericht über die Sitzungen des Kreisvorstandes bei verschiedenen NABU-Gruppen des Kreisgebietes, zu denen jeweils auch Mitglieder aus den jeweiligen Ortsgruppen eingeladen wurden. Er schilderte die vielfältigen Aufgaben und Aktivitäten des Kreisverbandes, wozu z.B. Maßnahmenplanungen zu Natura 2000 Gebieten, Teilnahme an Gewässerschauen und Bachrenaturierungen und Stellungnahmen zu Bebauungsplänen und Eingriffen in die Landschaft zählen.

 

Im vergangenen Jahr wurden auch wieder Exkursionen  zu den Schwerpunktthemen Vogelstimmen, Schmetterlinge, Amphibien, Fledermäuse und Heuschrecken durchgeführt. Außerdem auch botanische Wanderungen. Zu all diesen Veranstaltungen sind dem NABU auch immer interessierte Nichtmitglieder willkommen. In verschiedenen Ortschaften des Kreises konnten „Fledermausfreundliche Häuser“ und „Schwalbenfreundliche Häuser“ ausgezeichnet werden. Diese Auszeichnung können Bürger erhalten, die an ihren Gebäuden Fledermaus- oder Schwalbenansiedlungen dulden und damit zum Erhalt dieser bedrohten Arten beitragen. 

 

Sehr erfolgreich verlief im vorigen Jahr die Frühjahrsexkursion des Kreisverbandes in den Haubergen bei Weidelbach. Bei bestem Wetter konnten dort 30 Teilnehmer einen Wanderfalken, 1 Paar Habichte, 1 Paar Wespenbussarde, 1 Paar Mäusebussarde sowie einen Turmfalken fast gleichzeitig im Luftraum beobachten. Daneben konnten weitere 40 Vogelarten sowie seltene Schmetterlingsarten festgestellt werden. In diesem Zusammenhang wies der Kreisvorsitzende auch auf die Exkursion des NABU im Jahre 2018 hin, die am 26. Mai an den Rhein nach Rüdesheim und Assmanshausen führt.

 

Besondere Sorgen machen sich die Naturschützer über den Rückgang der Insekten und den damit verbundenen Rückgang der Vogelarten. Veit teilte mit, dass allein in zwölf Jahren ca. 15 Prozent des Vogelbestandes in Deutschland verloren gegangen ist. In diesem Zusammenhang betonte er, dass der Einsatz von Breitbandherbiziden wie z.B. Glyphosat unbedingt verboten werden müsse.

Zufrieden zeigte sich Walter Veit auch mit der Arbeit des neu gegründeten Landschaftspflegeverbandes und verband damit die Hoffnung, dass sich diesem noch weitere Gemeinden anschließen würden.

Veit machte deutlich, dass der Naturschutz im Wald im Fokus der Forderungen des Kreisverbandes steht. Dazu gehört, dass Wälder mit einem Gütesiegel wie „FSC“ oder „Naturland“ zertifiziert werden müssen, dass wertvolle Altholzinseln ausgewiesen werden und zehn Prozent des Waldes als Naturwaldgebiete geschützt werden.

Es wurden die ausgewählten Tiere und Pflanzen des Jahres 2018 vorgestellt, wobei hier stellvertretend als Vogel des Jahres der „Star“, als Schmetterling des Jahres der „Große Fuchs“, und als Wildtier des Jahres die „Wildkatze“ genannt sein sollen.

 

Marko Dorndorf berichtete über den NAJU- Aktionstag 2017 in Gießen-Wieseck, an dem Jugendgruppen aus dem Kreis Gießen und dem Lahn-Dill-Kreis teilnahmen, insgesamt etwa 100 Teilnehmer. Außerdem gab er einen Einblick in die aktuellen Arbeitsschwerpunkte des NABU-Landesverbandes Hessen. 

Gunter Volk hielt die Anwesenden zum Themenbereich TTIP und CETA auf dem Laufenden.

Weiter wurden Aktionen und Termine des NABU für das Jahr 2018 bekannt gegeben. Dazu gehört unter anderem der Wettbewerb der Naturschutzjugend „Erlebter Frühling“ für Kinder bis zu 12 Jahren. Bei diesem Wettbewerb, an dem sich auch Schulklassen beteiligen können, suchen die Kinder nach  Apfelbäumen, Zwergfledermäusen, Honigbienen und Staren, die dann dem NABU gemeldet werden.

In der Nacht vom 25. auf den 26. August ist die Europäische Fledermausnacht und die Aktion „Stunde der Gartenvögel“ findet vom 12. bis 13. Mai 2018 statt.

 

Im Anschluss an den Geschäftsordnungsteil der Versammlung zeigte Helmut Weller (Ehringshausen) einen aufschlussreichen und stimmungsvollen  Bildervortrag über den Jahresverlauf in der heimischen Natur sowie über naturkundliche Reisen nach Schweden und Bulgarien.

Schwalbenfreundliches Haus in Bischoffen

Der NABU Kreisverband zeichnet mit einer Plakette und einer Urkunde Mitbürger aus, die Schwalbennester in ihren Häusern oder in ihren Ställen beherbergen oder neu anbringen. Die NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Gefährdung der faszinierenden Sommerboten zu stärken.

Ein besondere Anzahl von Schwalbennestern befindet sich mitten in Bischoffen bei Sonja und Rüdiger Herrmann. Mitten im Dorf haben sie ein Kleinod. An der Hauswand sind viele Nester der Mehlschwalben zu sehen, die jedes Jahr brüten und Jungvögel hervorbringen. Im angrenzenden Stall fühlen sich die Rauchschwalben wohl. Für den NABU Kreisverband Lahn-Dill konnten Rüdiger Gimbel und Frank Markus Dietermann eine Urkunde und eine Plakette überreichen.

Leider, so Gimbel und Dietermann, würden neben vielen Vogelarten auch die Schwalben Jahr für Jahr weniger. In Hessen brüteten nur noch 40.000 Rauch- und 50.000 Mehlschwalbenpaare. Es fehle an grundlegenden Dingen. So gebe es kaum noch Pfützen mit Lehm, mit denen die Schwalben ihre Nester bauen könnten. Vor allem durch den hohen Pestizideinsatz auf den Feldern gäbe es nicht genügend Insekten zum fressen. Eine neue Studie habe festgestellt, dass in den letzten 27 Jahren die Biomasse von fliegenden Insekten um über 75 Prozent zurückgegangen sei. Das sei eine Katastrophe und würde die Vogelwelt ungemein treffen.

Sonja und Rüdiger Herrmann betonten, dass Ihnen der Schutz der Schwalben ungemein wichtig sei und sich auch in Zukunft aktiv für die Luftakrobaten einsetzen würden

Frühjahrsexkursion 2017

Ende Juni dieses Jahres hatte der NABU-Kreisverband Lahn-Dill zu seiner jährlich stattfindenden Frühjahrsexkursion eingeladen. Dreißig interessierte Teilnehmer aus dem gesamten Lahn-Dill-Kreis trafen sich bei bestem Exkursionswetter am Brandweiher in Weidelbach. Sie wurden auf ihrer dreistündigen Wanderung unter der fachkundigen Führung von Walter Veit  durch vielfältige Beobachtungen reichlich belohnt. Zusätzlich erklärte Dieter Schmidt aus Eibelshausen fachkundig die Entstehung und Nutzung der Hauberge im nördlichen Dillkreis.

 Während der Wanderung staunten die Naturfreunde über große Bestände des Roten Fingerhuts, des Adlerfarns und des Wiesen-Wachtelweizens.

 

1 Wanderfalke, 1 Paar Habichte, 1 Paar Wespenbussarde, 1 Paar Mäusebussarde sowie ein Turmfalke tummelten sich fast gleichzeitig am blauen Himmel. Unter weiteren 40 Vogelarten haben sich die Teilnehmer besonders über 1 Brutpaar des seltenen Schwarzkehlchens, über 3 Reviere des Waldlaubsängers und 2 Reviere des Baumpiepers gefreut. 

 

Überrascht waren die Wanderer durch die Beobachtung einer Blauflügel-Prachtlibelle.  Ein besonderes Erlebnis war auch die Sichtung eines „Wachtelweizen-Scheckenfalters“ und eines „Braunen Eichenzipfelfalters“, beides selten vorkommende und gefährdete Schmetterlingsarten. 

Frau Tanja Wissenbach aus Weidelbach berichtete über ihre Erfahrungen mit dem vor Ort häufig vorkommenden Waschbären und wie sich dieses Vorkommen auf die Brutvorkommen auswirkt. Sie gab den Teilnehmer Tipps, wie Bruthöhlen gegen Räuberung durch Waschbären geschützt werden können. 

Jahreshauptversammlung 2017

Auf der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Lahn-Dill des Naturschutzbundes (NABU) Deutschland wurde Manfred Klein eine besondere Ehre zuteil. Der Simmersbacher erhielt mit der Auszeichnung der goldenen NABU-Ehrennadel einer der höchsten Auszeichnungen des NABU Deutschland verliehen. Neben der Ehrung des Naturschützers standen aber auch Rechenschaftsberichte der Verbandspitze sowie Kurzvorträge und ein Referat über den „Waldkauz“ auf der Tagesordnung der Versammlung, welche im Ehringshäuser Gasthaus „Engel“ stattfand.

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Auszeichnung Schwalbenfreundliche Häuser

Die Solmser Landwirte Bernd Koch und Reinhold Wagner sowie der Pferdestallbesitzer Albert Dietz wurden mit je einer Plakette, Urkunde und Flyer als Besitzer von „Schwalbenfreundlichen Häusern“ vom NABU ausgezeichnet. Der 1. Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes Lahn-Dill und der NABU-Gruppe Solms, Walter Veit sowie seine Solmser Vorstandsmitglieder Thomas Lutz, Friedel Schmidt und und Klaus Weidler überreichten die Auszeichnung am Tannenhof von Bernd Koch.

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"Batnight" beim NABU Donsbach

Wir hatten am Wochenende zu unserem großen Fledermausabend eingeladen. Treffpunkt war beim Parkplatz des Wildparks. Als fachkundigen Experten konnten wir Otto Schäfer vom NABU Ulm, dortiger Vorsitzender, begrüßen. 150 Gäste, davon viele Kinder, konnten begrüßt werden.

Dass das Thema Fledermäuse großes Interesse hervorrufe, würde durch die hohe Anzahl von Besuchern eindrucksvoll bestätigt. Von daher müssen die Fledermäuse geschützt werden. Im angrenzenden Waldgebiet „Freudenstein“ wäre deshalb eine Kernfläche unter anderem für die Fledermäuse von Nöten.

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Schmetterlingswanderung des NABU Lahn-Dill rund um Leun

Der Naturschutzbund (Nabu) Leun hatte zu seiner alljährlichen Schmetterlingswanderung rund um Leun eingeladen. 25 interessierte Naturfreunde beteiligten sich an der Forschungspartie und wurden vom Vorsitzenden Karl-Heinz Theiß willkommen geheißen. Besonders begrüßte Theiß den Experten und Leiter der Veranstaltung, Walter Veit aus Solms.

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Frühjahrsexkursion 2016

Am Samstag, dem 11. Juni 2016 waren Mitglieder und Freunde des NABU Lahn-Dill wieder einmal unterwegs zu einer Exkursion außerhalb des Kreisgebietes. Der Kreisverband hatte eingeladen zu einer Frühjahrsexkursion zum „Rhäden von Obersuhl“, einem wichtigen NSG an der hessisch-thüringischen Grenze.

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NABU Lahn-Dill beim Hessentag in Herborn

Der NABU Lahn-Dill war mit einem großen Aktionsstand zum Thema "Naturschutz ums Haus und im Garten" dabei.

Außerdem warben auf der Aktionsbühne beim Hessentag Manfred Funk vom NABU Lahn-Dill und Umweltministerin Priska Hinz für mehr biologische Vielfalt in Hessen. Als Preis für ein NABU-Quiz – wie heißt der Vogel des Jahres? – gab es natürlich einen Nistkasten.

Jahreshauptversammlung 2016

Wahlen und die Planung für 2016 haben auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Nabu-Kreisverbands in der Gaststätte "Engel" in Ehringshausen gestanden.

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden Veit und sein Stellvertreter Erwin Schnabel sowie Kassierer Bernhard Feth, Schriftführer Karl-Heinz Tritschler und die Beisitzer Kurt Dietermann, Marko Dorndorf, Manfred Funk, Otto Schäfer, Werner Schmidl und Gunter Volk in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand sind die Beisitzer Werner Schmidt und Oliver Tritschler als Nachfolger für Manfred Klein und Karl-Heinz Theiß. Als Delegierte für die Landesversammlung wurden Karl-Heinz Theiß, Daniel Dietermann, Oliver Menz und Dorothee Maiwald gewählt. Die Kreisjugendleiterin Antje Wagner wurde durch die Versammlung bestätigt.

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